FC Ottenhöfen – VfB Unzhurst 4:1 (3:0, Bezirksliga Baden-Baden)
In der Nachholpartie zwischen dem FC Ottenhöfen und dem Gast vom VfB Unzhurst gab es am Ende einen klaren
Heimerfolg für die Achertäler, der auch letztlich in Ordnung ging. In einer intensiven ersten Halbzeit trafen zwei
kampfstarke Teams aufeinander, die sich nichts schenkten. Die Partie wogte in beide Richtungen und war von beiden
Seiten sehr umkämpft. Die Gastgeber waren in ihren Aktionen zu Beginn immer wieder zu überhastet und wohl zu
übereifrig und rannte gegen einen gut funktionierende Unzhurster Defensive an, die dann auch immer wieder die
Vorstöße der Hausherren unterbinden konnten. Vorbildlich war der Einsatz der Petit-Elf, die nach der deutlichen 0:5-
Klatsche von Ottenau um Wiedergutmachung bemüht war. Einfach machte es den Platzherren die Gäste-Elf um den
während der gesamten Spielzeit auf der Bank bleibenden Spielertrainer Marko Kesch nicht. Erst gegen Ende der ersten
Hälfte machte der FCO Ernst. Einen schulbuchmäßigen Freistoß von Sebastian Hock köpfte ebenso elegant der
aufgerückte Abwehrspezialist Benedikt Benz zur Führung ins VfB-Tor (39.). Nun war der „Schalter“ umgelegt, das
Heimteam spielte sich in der Folge in einen Rausch. Nach einem starken Spielzug über Marius Schober, Tim Senn,
Sebastian Hock und Roland Benz, vollendete Thomas Bohnert zentral in der Strafraummitte zum 2:0 (44.). Dem war
noch nicht genüge getan, die Gastgeber ließen gar noch das 3:0 vor der Pause folgen und entschieden vorzeitig die
Partie für sich. Sebastian Hock traf per Heber über den zu weit vor dem Tor postierten Keeper Florian Hodapp (45.).
Nach Wiederbeginn machte die FCO-Elf da weiter, wo sie aufgehört hatte. Thomas Bohnert nutzte eine weitere
Gelegenheit zum 4:0, als er freigespielt wurde, den Ball vor dem Torhüter elegant mitnahm und diesem keine
Abwehrmöglichkeit ließ (51.). Nun war der Torhunger der Petit-Elf gestillt, man kontrollierte die Begegnung und ließ
kaum etwas im eigenen Strafraum zu. Diskussionsstoff entwickelte sich nur noch in den Schlussminuten, als der
eingewechselte FCO-Akteur Philipp Müller von Schiedsrichter Ahmet Nacar aus Offenburg die Ampelkarte wegen
Ballwegschlagens zeigte und die Hausherren mit dieser Entscheidung nicht einverstanden waren (82.). Die
anschließende Konfusion und die fehlende Konzentration nutzten die Gäste zum am Ende verdienten 1:4-Ehrentor
durch Tim Babel (83.).
Der FC Ottenhöfen zeigte nach anfänglichen Problemen eine starke Partie. Nach dem Treffer zum 1:0, der wie ein
„Dosenöffner“ wirkte, spielte man den Gegner förmlich an die Wand und entschied das Spiel in wenigen Minuten. Sollte
diese Leistung wiederholt werden, darf man von den Achertälern noch einiges erwarten. Wenn die Mannschaft ins
„Rollen“ kommt ist sie nur schwer zu halten.